Acne inversa verstehen: Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung
Acne inversa (Hidradenitis suppurativa, kurz HS) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die tief unter der Haut entsteht. Viele Betroffene erleben schmerzhafte Knoten, Abszesse oder Fistelgänge – oft über Jahre, bevor eine richtige Diagnose gestellt wird. Diese Seite fasst die wichtigsten Informationen zusammen und hilft Ihnen, die Erkrankung besser einzuordnen.
Was ist Acne inversa?
Acne inversa ist eine Erkrankung der Haarfollikel. Dabei entzünden sich die Follikel tief in der Haut, was zu schmerzhaften Knoten und Abszessen führt. Häufig betroffen sind Körperbereiche wie:
  • Achselhöhlen
  • Leistengegend
  • Anal- und Genitalregion
  • Haut unter den Brüsten
  • Bauchfalten
Was passiert im Körper?
Die Ursachen der Krankheit sind komplex. Fachleute gehen von verschiedenen Faktoren aus:
  • Verhornungsstörung der Haarfollikel
  • Überreaktion des Immunsystems
  • genetische Veranlagung
  • hormonelle Einflüsse
  • Veränderungen des Mikrobioms
  • Reibung oder wiederkehrende Hautreizungen
Faktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Stress können den Verlauf zusätzlich beeinflussen, sind jedoch nicht die Ursache.
Collage von betroffenen Hautstellen mit typischen Akne-Inversa Knoten und Entzündungen.
Woran erkennt man Acne inversa? Symptome im Überblick
Frühe Symptome
  • empfindliche, gerötete Knoten
  • schmerzhafte kleine Schwellungen
  • Wärmegefühl oder Druckschmerz
Symptome im fortgeschrittenen Stadium
  • tiefe Abszesse
  • Nässen oder übel riechende Sekrete
  • Fistelgänge (unter der Haut verbundene Entzündungen)
  • ausgeprägte Narben
  • wiederkehrende Schübe in den gleichen Körperregionen
Viele fragen sich: ‘Ist das ein Furunkel? Ein eingewachsenes Haar? Oder doch mehr?’ Typisch für Acne inversa ist das wiederholte Auftreten über Monate oder Jahre.
Warum Acne inversa oft nicht erkannt wird
Viele Betroffene erhalten erst spät eine Diagnose. Gründe dafür sind:
  • frühe Symptome wirken harmlos
  • Beschwerden betreffen intime oder sensible Bereiche
  • AI verläuft schubweise und wird oft „übersehen“
  • Fehldiagnosen wie „Furunkel“ oder „eingewachsenes Haar“ sind häufig
  • Scham oder Unsicherheit verzögern den Arztbesuch
Im Durchschnitt dauert es 7–10 Jahre, bis Acne inversa korrekt erkannt wird.

Diagnose – Was erwartet mich beim Hautarzt?
Eine Diagnose wird klinisch gestellt, nicht durch Bluttests. In der dermatologischen Praxis werden geprüft:
  • Sichtbefund der betroffenen Hautstellen
  • Beschwerden in typischen Körperregionen
  • Häufigkeit der Schübe
  • Vorhandensein von Fisteln oder Narben
  • Risiko- und Begleitfaktoren wie Rauchen,
  • Übergewicht oder familiäre Vorbelastung
Viele Betroffene empfinden den Termin als unangenehm, doch er ist ein wichtiger Schritt, um die Erkrankung zu behandeln und Schübe zu reduzieren. Eine gute Vorbereitung – z. B. durch dokumentierte Symptome – kann helfen.
Darstellung von Artikelvorschauen in der MyTherapy App zu Alltagstipps bei Akne Inversa.
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Diese können Ihnen helfen, Symptome besser zu verstehen und sicherer im Umgang mit der Erkrankung zu werden.
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Wichtige Hinweise Die hier bereitgestellten Inhalte dienen lediglich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Der Text ist nicht zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten gedacht.